Fachberatung in der Praxis

51 Tomatensorten baut Roland Pawelczyk in seinem Garten an

Es gibt sie in Dosen, konzentriert, püriert, gestückelt oder zu Ketchup verarbeitet. Und es gibt sie rund ums Jahr frisch. Roland Pawelczyk (Fachberater Verband der Duisburger Kleingartenvereine e.V.) züchtet über 51 Tomatensorten in seinem Kleingarten. Sie heißen Sibirische Orange, Hillybilly, Tschio-Tschio Sun, Striped Turkish oder Omas Liebling. Es sind neue Züchtungen oder ganz alte - und sie haben eines gemeinsam: sie schmecken herrlich - und wirklich nach Tomate!

Roland Pawelczyk

Das Vereinshaus war gut besucht. Die beiden Verbandsfachberater Roland Pawelczyk und Georg Szczepek informierten die Besucher über Tomatensorten und deren Anbau mittels Computer und Beamer.

 

Über 25 Kleingärtner waren erschienen

Die Farben und Formen

Was Pawelczyk und sein Berater Kollege Georg Szczepek im Kgv Neuland vorstellten, kann sich schmecken, aber auch sehen lassen: gelb-rot die lillybilly, rosarot die Tschio-Tschio Sun, dunkelbraun die Sacher,  gestreift die Striped Turkish, blaubeerklein die einen, mehr als faustgroß ande­re, rund. oval, wulstig - Einheitsto­mate muss nicht ein. Einheitsgeschmack schon gar nicht.

Der Anbau und die Aufzucht

50 Prozent des Geschmacks der ur­sprünglich in Amerika beheimateten Früchtchen werde von der Tomatensorte bestimmt, der Rest von Standort, Wetter, Pflege. Tomaten lassen sich in unseren Breiten - je nach Sorte - im Freiland, in ge­schützten Lagen im Gewächs­haus, aber auch auf Terrasse oder Balkon in Blumenkübeln ab 20 Li­tern Volumen pflanzen. Platzbe­darf im Freien: zweieinhalb Pflan­zen pro Quadratmeter. Wichtig: Al­le Tomaten lieben die Wärme, brau­chen einen sonnigen, aber auch re­gengeschützten Sandort. Kundige Gartenfreunde können sie aus Sa­men ziehen, andere kaufen ab Mit­te Mai fertige Pflänzchen.

Tomaten brauchen regelmäßige Zuwendung in Form von Wasser, bei einigen Sorten empfiehlt sich das Ausgeizen, das Entfernen von bestimmten Trieben. Wo auch immer die Pflanzen wachsen sol­len, muss auf gute Durchlüftung ge­achtet werden. Und: Mehr als drei Jahre hintereinander sollten Toma­ten nicht an der selben Stelle ge­pflanzt werden. Ist der Sommer gnädig und hat der Gärtner alles richtig gemacht, werden die Pflanzen mit ihren köstlichen Früchten bis zu 2,50 Meter hoch.

Nach soviel Theorie, stand die Verköstigung von ca. 30 Tomatensorten an